Energiewende

Rheinisches Revier: Energiewende vor Kölns Haustür

Der Strukturwandel im Rheinischen Revier ändert Kölns Energieversorgung. Was bedeutet das für Stromärife und Verbraucher in der Domstadt?

Das Rheinische Revier – Braunkohle-Region zwischen Köln und Aachen – ist im Strukturwandel: Kohlekraftwerke schließen, Solar- und Windanlagen entstehen. Was ändert sich für Kölner Haushalte?

Was ist das Rheinische Revier?

Das Rheinische Revier liegt westlich und südwestlich von Köln und war jahrzehntelang Deutschlands größtes Braunkohleabbaugebiet. Betreiber RWE förderte hier jährlich Millionen Tonnen Braunkohle für die Stromerzeugung. Der Kohleausstieg bis spätestens 2038 (NRW-Ziel: 2030) verändert die Energieversorgung der gesamten Region.

Energiewende vor Kölns Haustür

Auf den stillgelegten Tagesbauflächen entstehen Solar- und Windparks – einer der größten in Deutschland soll im Hambacher Revier entstehen. RheinEnergie investiert in diesen Wandel und betreibt bereits Solarparks, z. B. in Lärz/Rechlin (30 MWp, versorgt 10.000 Haushalte). Der regionale Strommix wird bis 2030 deutlich grüner.

Was bedeutet das für den Strompreis?

Kurzfristig: Der Strukturwandel erfordert Investitionen, die sich in Netzentgelten niederschlagen können. Langfristig: Erneuerbare Energien ohne Brennstoffkosten sollten Strompreise senken. Für Kölner Haushalte: Jetzt zu Ökostromanbieter wechseln heißt, den Wandel aktiv zu unterstützen und trotzdem günstig zu bleiben.

Kölns Klimaschutzpakt

Köln ist Mitglied im Klimaschutzpakt NRW und hat eigene Klimaschutzziele bis 2030 formuliert. RheinEnergie als städtisches Unternehmen investiert in Wärmeplanung, Ladeinfrastruktur und erneuerbare Projekte. Dennoch: Der Haushaltsstromtarif der RheinEnergie bleibt einer der teuersten in Deutschland.

Förderung im Strukturwandel nutzen

Das Strukturstärkungsgesetz (StStG) stellt Milliarden € für das Rheinische Revier bereit. Haushalte profitieren indirekt durch neue Infrastruktur, Förderung von Energiegenossenschaften und kommunalen PV-Projekten. Direkte Haushaltsförderung: BEG-Zuschüsse für Sanierung, PV und Wärmepumpen bleiben verfügbar.

Jetzt handeln: Ökostrom und Energiewende

Wer heute zu einem Ökostromanbieter wechselt, unterstützt den Ausbau erneuerbarer Energien im Rheinischen Revier. LichtBlick, naturstrom und Green Planet Energy investieren direkt in neue Anlagen. Gleichzeitig spart man 300–475 €/Jahr gegenüber der RheinEnergie-Grundversorgung. Energiewende und Sparen müssen kein Widerspruch sein.

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